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Einleben

19.08.2009 - Gualeguaychu, El Palmar, Misiones


Ca. 250 Kilometer nördlich von Buenos Aires haben wir in diesem unaussprechbaren Ort einen netten Campingplatz an einem Fluß gefunden und schlagen hier für einige Tage unser Lager auf. Zuerst muss Maik alle Sachen, die auf den Dachträger gehören, rüttelfest verzurren, damit wir im Bus etwas mehr Platz zum Hantieren haben.

auf dem Bus

Den brauchen wir auch dringend, wie man hier unschwer erkennen kann. Jetzt heißt es alle Sachen auszupacken, zu sortieren und dann einen geeigneten Platz dafür in unserer "Einzimmerwohnung" zu finden. Ich höre in den ersten Tagen ständig von Maik, dass wir viel zu viel Sachen mitgenommen haben. Er hat sicher  recht, aber schlußendlich können wir fast alles gut verstauen und wer weiß für was das eine oder andere "Unnütze" später nochmal zu gebrauchen ist ;-). 

Bus einräumen

Maik ist sehr fleißig, schließt die gesamte Elektrik, das Gas zum Kochen und unsere Solarpanels an. Und alles funktioniert auf Anhieb. Da hat er sich eine Kaffeepause (mit gefiltertem Kaffee!) redlich verdient.

Kocher und Kaffee

Da die Temperaturen abends ziemlich fallen, verlegen wir unser erstes selbstgekochtes Dinner nach drinnen. Zur gemütlichen Stimmung im Bus trägt auch der gute argentinische Rotwein und die super funktionierende Standheizung bei.

Nudeln Abendessen

Am Morgen ist der Fluss von Nebelschwaden überzogen, wir erkennen kaum noch die andere Uferseite.

Frühmorgens

Aber die Sonne scheint und erwärmt die Luft schnell, so dass wir das Frühstück nach draussen verlegen können. Man beachte den Hund im Hintergrund, einer von vielen, die auf den Campingplätzen hier unsere ständigen Begleiter sind. Mal werfen sie uns ständig Steine vor die Füße, weil sie spielen wollen, mal rauben sie uns mit ihrem nächtlichen Gekläffe den Schlaf und oft vollziehen sie direkt neben unserem Bus ihre "Liebesspiele".

Frühstück am Fluss

Außerdem werden wir beim Frühstücken noch von anderen Tieren genau unter die Lupe genommen. Dieser elsterartige Vogel scheint besonders neugierig bzw. hungrig zu sein und holt auch bald Verstärkung. Aber außer ein paar zurückgelassenen Brotkrümeln gibt es bei uns nichts zu holen.

Vogel

Zwischendrin besuchen wir den ersten Nationalpark unserer Reise - El Palmar. Er dient dem Schutz der Yatay-Palmen, die ursprünglich in dieser Gegend (Provinz Entre Rios) weit verbreitet waren, aber durch Ackerbau und Viehzucht sehr zurückgedrängt wurden.

El Palmar

Da wir bereits über 10 Tage unterwegs sind, hat sich schon einiges an Schmutzsachen angesammelt. Also muss Maik aufs Dach des Buses, um unsere Waschmaschine anzuschließen. Ein bißchen Waschmittel in die mit Wasser und Wäsche gefüllte Tonne geben und ein paar Kilometer Huckelpiste tun ihr Übriges. Funktionert super ;-)!

Wäschetrommel

Zum Trocknen der Wäsche eignet sich eine zwischen Palmen gespannte Wäscheleine, sowie das zunehmend suptropische Klima bestens. Hier stehen wir übrigens am Rio Parana, dem Grenzfluß zu Paraquay (an der anderen Uferseite).

Wäsche auf Leine



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