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Die Wasserfälle von Iguazu

29.08.2009 - Puerto Iguazu - Argentinien


Nachdem wir nun gut 2 Wochen im Nordosten Argentiniens unterwegs sind, haben wir mit den Wasserfällen von Iguazu das erste große Highlight unserer Reise erreicht. Dieses Naturwunder liegt im Dreiländereck Argentinien, Brasilien und Paraquay und ist eine der Haupttouristenattraktionen in Südamerika. 

Dreiländereck

Die Wasserfälle kann man sowohl von der argentinischen als auch von der brasilianischen Seite aus bewundern, wir beschließen erstmal 2 Tage im argentinischen Nationalpark zu verbringen. Wir stehen zeitig auf, denn am frühen Morgen hat man dieses gewaltige Naturschauspiel noch fast für sich allein und unser mitgebrachtes Frühstück schmeckt bei diesem Ausblick natürlich noch viel besser.

Hier einige Zahlen: Der Grenzfluß Rio Iguazu stürzt sich in einer Breite von 2,7 km in etwa 275 Einzelfällen ein Basaltplateau hinab. Die einzelnen "cataratas" fallen dabei in zwei Stufen zwischen 57 und 72 m tief und nehmen dabei durchschnittlich 1700 m3 Wasser pro Minute mit sich. Aber diese Statistiken sind nur halb so beeindruckend, wie das persönliche Erleben der gigantischen Kraft und Größe der Fälle, nicht zu vergessen die brachiale Geräuschkulisse.

Wir und die Wasserfälle

Im argentinischen Nationalpark kann man die Fälle hautnah erleben und sich einzelnen Fällen zu Fuß bis auf wenige Meter nähern und somit auch gleich eine kostenlose und erfrischende Dusche abgreifen. Das wollen wir uns beide natürlich nicht entgehen lassen.

Anne wird nass

Iguazu ist übrigens ein Guarani-Wort und bedeutet "großes Wasser", was auch sonst ;-)?

Maik wird nass

Und damit auch die letzten trocken gebliebenen Kleidungsstücke nass werden, machen wir noch eine kurze, aber mächtig adrenalinaussschüttende Tour mit einem motorbetriebenen Schlauchboot, das uns direkt in einige kleinere Fälle hineinfährt.

Bootstour

Näher kann man den Wasserfällen nicht mehr kommen, ohne Schaden zu nehmen und auch Regencaps helfen nicht mehr wirklich, wenn die Wassermassen direkt ins Boot schwappen... .

Foto auf Boot

Am meisten Eindruck hinterlässt bei uns jedoch die halbkreisförmige "Garganta del Diablo", der Teufelsschlund, der größte der einzelnen Fälle.

Wir vorm Diablo

Maik und Diablo

Man hört nur noch Rauschen, das Wasser scheint alles mitzureißen, der Wind treibt die Gischt hoch und malerische bis kitschige Regenbögen spannen sich über den Kessel. Glücksgefühle pur!

Anne Regenbogen

Neben den Wasserfällen und trotz der sehr ausgeprägten touristischen Infrastruktur hat der Nationalpark auch noch viel an Flora und Fauna zu bieten. Wenn man auf den Stegen wandelt (niemals daneben, sonst Schlangengefahr!) entdeckt man viele bunte Schmetterlinge, Vögel und anderes Getier.

Schlangenschild

Schmetterling

Mich hat zum Glück keine Schlange gebissen, es war nur eine dieser großen Ameisen, war aber trotzdem schmerzhaft genug ;-).

Anne und die Ameise

Die Nasenbären gibt es vorallem bei den Imbissständen in stattlicher Anzahl und sie haben jegliche Scheu von den Menschen verloren. Das Füttern ist zwar offiziell verboten, dennoch bekommen sie immer etwas zum Beißen ab. Auch uns können sie unfreiwillig eine Mandarine entreissen (wenigstens sind es Vitamine und kein ungesundes Zeug).

Nasenbär

Und endliche erspähen wir unsere ersten Tukane in einiger Entfernung. Diese wunderschönen Vögel beeindrucken uns sehr, sie wirken mit ihren Riesenschnäbeln und buntem Farben oft wie Plüschtiere, die jemand in die Bäume gesetzt hat. Aber sie sind echt, davon können wir uns später hautnah überzeugen. Mehr dazu im nächsten Bericht...

Tucan fliegend

Weitere Fotos von den Tagen befinden sich hier, sowie 4 kleine Videos unten dran.
 




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