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Die Wasserfälle von Iguacu, ein Vogelpark und ein Wasserkraftwerk

31.08.2009 - Foz do Iguacu - Brasilien


Nachdem unsere erste Grenzüberschreitung mit Auto reibungslos geklappt hat, schauen wir uns die Wasserfälle nun von der brasilianischen Seite an. Die ist zwar nicht mehr ganz so spektakulär, aber man kann einen schönen Panoramablick auf das gesamte Naturschutzgebiet genießen.

Iguacu Steg

Übrigens haben die Guarani-Indianer eine ganz eigene Erklärung für die Entstehung der Fälle:
Einst wachte der Schlangengott M'Boi über den Indianerstamm und verliebte sich in die Häuptlingstochter Naipi. Die hübsche Naipi ihrerseits liebte jedoch den furchtlosen Krieger Taroba. Da der Häuptling es nicht wagte, dem Gott seine Tochter vorzuenthalten, flüchtete das Liebespaar in einem Kanu auf dem Fluß Iguacu. Aufgebracht schlug der Schlangengott mit seinem starken Schwanz in das Flussbett, die Erde tat sich auf, eine Schlucht entstand, das Wasser stürzte hinab und riss das Kanu mit den Liebenden mit sich. Naipi wurde in einen Stein am Fuße der Fälle verwandelt und Taroba in einen Baum.

Iguacu Diablo

Gleich in der Nähe des Nationalparks befindet sich ein großer Vogelpark, der 800 verschiedene Vogelarten beherbergt. Und da wir ja bekanntermaßen ganz verrückt nach Vögeln sind, lassen wir uns die Möglichkeit ihnen ganz nah zu kommen nicht entgehen. Außerdem müssen wir uns ja mal einen Überblick verschaffen, was uns auf unserer Reise so alles vor die Linse flattern kann ;-).

Die Flamingos sind Maiks erstes Fotomotiv. Und wann ist man schon mal selbst auf seinem eigenen Foto? Die Spiegel sollen übrigens bewirken, dass sich die Flamingos nicht so einsam vorkommen, denn in freier Natur leben sie in großen Schwärmen, wie wir uns später noch selbst überzeugen können.

Suchbild

Dieser Halsband-Wehrvogel sieht schon ziemlich gefährlich aus; man beachte den riesigen Dorn an seinem Flügel, den er sicherlich nicht nur zu Schmuckzwecken hat..

spitzer Hauer

Mit einigen der verschiedenen Tukanarten im Park können wir sogar auf Tuchfühlung gehen und uns so von ihrer Echtheit überzeugen.

Tukan streicheln

Natürlich dürfen auch die vielen südamerikanischen Papageienarten nicht fehlen. Dieser hier ist jedoch eher an meinen Rucksackstrapsen interessiert und will sich partout nicht für den Fotografen in Pose werfen.

Anne und Papagai

Und da wir schon mal in der Nähe sind, statten wir dem Itaipu-Staudamm und dem dazugehörigen Wasserkraftwerk (einem der größten der Welt) einen Besuch ab. Die gigantischen Ausmaße der Staumauer kann man gut im Vergleich zu den davor parkenden Busen sehen, immerhin ist sie etwa so hoch wie ein 65-stöckiges Haus.

Maik vor Itaipu

In dem 1991 erbauten Staudamm (einem Gemeinschaftsprojekt von Brasilien und Paraquay) surren 20 Turbinen, die 14.000 Megawatt Leistung erzeugen (Rekord in 2008 - 94,684,781 mWh). Damit deckt das Kraftwerk 19,3% des Energiebedarfs von Brasilien und 87,3% von Paraquay. Weitere Infos dazu gibt es auf der englischen Itaipu-Webseite.  

Busfahrt Itaipu

Weitere Fotos vom Tag befinden sich hier, sowie ein kleines Video unten dran.
 




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