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On the Road durch Brasilien

29.08. - 12.09.2009 - Bonito, Campo Grande, Cuiaba, Pocone


Eigentlich war Brasilien gar nicht in unserer ersten Reiseplanung vorgesehen. Aber ich konnte Maik dann doch von einem kurzen Abstecher in das größte Land Südamerikas überzeugen. In den 2 Wochen Brasilien haben wir nur ein Bruchteil dieses riesigen Landes gesehen, weil die Entfernungen einfach gigantisch sind. So haben wir viel Zeit auf den Straßen verbracht, um von A(rgentinien) nach B(olivien) zu kommen. Was wir so links und rechts der Straße gesehen haben, zeigt dieser Bericht.

Auf dem Weg ins Pantanal (immerhin mehr als 1000 km von Bonito entfernt) müssen wir wieder mal mehrere Pistenkilometer zurücklegen. Dabei überqueren wir des öfteren solche abenteuerlichen Holzbrücken, die unserem Gewicht von über 2 Tonnen glücklicherweise standhalten.

Bus vor Brücke

Die Tiere, die wir in Brasilien am häufigsten zu sehen bekommen, sind solche Zeburinder, die wohl einen bedeutenden Teil der Landwirtschaft im Süden des Landes darstellen. Man beachte den kleinen Reiher auf dem Rücken des linken Rindviehs...

Kühe
 
Die vorbeiziehende Landschaft ist hauptsächlich von flachem Weide- und Ackerland geprägt, doch ab und zu kommen auch mal solche Felsenformationen ins Bild und sorgen für etwas Abwechslung.

Felsen

An manchen Tagen fahren wir bis zu 8 Stunden am Stück, bis die Abenddämmerung einsetzt und wir uns eine Tankstelle zum Übernachten suchen. Die Tankstellen bieten jeden erdenklichen Luxus, den ein Truckfaher benötigt: etwas zu Essen, Toiletten, warme Duschen und sogar manchmal WIFI-Anschluß - für uns ist die Übernachtung sicher und kostenlos und so tun wir es den Truckern gleich.

Diese bizarre Wolkenformation deutet auf ein herannahendes Gewitter hin, das die hohen Temperaturen (um die 38°C) aber auch nicht wirklich senken konnte.

Wolke

Die Großstädte auf unserem Weg versuchen wir so weit wie möglich zu vermeiden, aber Campo Grande in der Abenddämmerung macht schon was her. Mehr als ein Tankstopp machen wir aber trotzdem nicht, Campo Grande ist uns einfach zu groß, zu chaotisch und zu unsicher.

Campo Grande

Vorschriftsmäßig, für einen Syncro Fahrer, wechselt Maik nach 7000 gefahrenen Kilometern die Reifen, damit sich alle 6 Reifen gleichmäßig abfahren - die Neuen vom Dach nach vorne, die von vorne nach hinten und die von hinten wieder aufs Dach. Bei schweißtreibenden Temperaturen braucht er ungefähr 1 1/2 Stunden dafür - nur geringfügig länger als ein Boxenstopp in der Formel 1... ;-)

Maik Reifenwechsel

Dieser blauer Bildschirm unseres Laptops geht uns mittlerweile ziemlich auf die Nerven. Die Festplatte im EEE-PC hat anscheinend das ewige Gerüttel und die hohen Temperaturen nicht verkraftet. Wahrscheinlich aber auch ein Design-Fehler - wie kann man nur eine Festplatte auf dem Kopf einbauen?!?

Bluescreen

Die geografische Mitte Südamerikas haben wir aber auch ohne GPS-Navigation (defekten Laptop) gefunden. Die Chapada dos Guimaraes, eine felsige Hochebene, die an den amerikanischen Südwesten erinnnert, liegt genau im Zentrum des südamerikanischen  Kontinents.

Folgender Satz wäre jetzt fehl am Platz: "Schatz, geh mal noch einen Schritt zurück - hab dich noch nicht ganz drauf..."

Maik über Abgrund

Von hier oben können wir schon mal einen Blick auf unser nächstes Ziel, das Pantanalbecken, werfen.

Anne über Abgrund

Auf der Transpantaneira passiert es dann - der Kilometerzähler von unserem Gefährt springt auf 200.000. Wieviel da wohl noch dazukommen werden???

200.000 Kilometer

In Brasilien begegnen uns immer wieder diese knuffig aussehenden VW T2 Busse, die hier immer noch gebaut werden. Obwohl sie größtenteils langweilig weiß lackiert sind, finde ich sie schöner als unseren Bus und bin einem Tausch nicht abgeneigt. Aber Maik hat da leider was dagegen... ;-)

Brasilianischer VW T2

Drei kleine Videos aus Brasilien unten dran.
 




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