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Lomas de Arena

17.09.2009 - Santa Cruz


Auf dem Weg nach Santa Cruz haben wir ein besonderes Erlebnis auf unserem sehr idyllischen Campingplatz (einen von den wenigen, die es in Bolivien überhaupt gibt). Wir sind gerade dabei alles zum Kaffee trinken vorzubereiten, den wir dann mit den Blick auf den See bei Sonnenuntergang geniessen wollen.

Campingplatz

Da kommt plötzlich eine Herde Wasserbüffel in unserer Richtung gezogen. Anscheinend haben wir uns genau auf ihrer täglichen Weideroute breit gemacht. Maik holt natürlich gleich die Kamera, während ich überlege, ob ich einfach sitzen bleibe oder lieber das Weite suche. Ich entscheide mich dann doch für`s bleiben, so auf Tuchfühlung mit den Gehörnten kommt man schließlich nicht alle Tage.

Besuch von Wasserbüffeln
 
Einer ist ganz besonders neugierig und kommt auf wenige Meter heran. Schon ein komisches Gefühl, Aug in Aug mit einem Wasserbüffel zu sein. Wer weiß, was wohl das Tier von uns gedacht hat... ;-)

Anne Aug in Aug mit einem Wasserbüffel

Santa Cruz - Boliviens "Boom-town" - hat für uns nicht den besonderen Reiz, wir benutzen die Stadt zur Durchreise, zum Tanken, zum Einkaufen und um eine neue Starterbatterie in unseren Bus einzubauen. Was wir uns aber nicht entgehen lassen wollen, sind die Sanddünen 16 Kilometer südlich von Santa Cruz gelegen. Die sogenannten Lomas de Arena sind ein Stück "Saharadüne" in Südamerika (Ausdehnung 6,5 km Nord-Süd, 2,5 km Ost-West, 14.000 Hektar, Dünenhöhen 435 bis 460 Meter).

Die Dünen selbst dürfen nicht befahren werden, aber schon bei der Anfahrt bekommen wir den weichen Sand zu spüren. Wir schaffen es nicht gleich im ersten Versuch und bleiben stecken. Also heißt es zum ersten Mal: Schaufel raus, Luft aus den Reifen ablassen, alle Sperren einlegen und Anne darf anschieben. Die Sandbleche lassen wir noch auf dem Dach, wir schaffen es zum Glück auch so. Hier merken wir deutlich, dass unser Bus für eine echte Saharadurchquerung zu wenig Leistung hätte oder wir einfach zu schwer sind... ;-)

Anne auf der Düne

Auf den Dünen weht ein kräftiger Wind, der den Sand zu einem feinen Peeling auf der Haut werden läßt. Es läßt sich auch nicht vermeiden, dass es nach einiger Zeit zwischen den Zähnen knirscht. Wir haben aber trotzdem viel Spaß, Maik versucht das Dünensurfen - was aber nicht gelingen will - das klägliche Scheitern ist im Video zu sehen.

Maik bei einem Sandpeeling

Auch hier lassen sich zwischen den Dünen erstaunlich viele Vögel beobachten, die sich an den Wasserläufen sammeln.

Anne beim Vögel beobachten

Etwas windgeschützt geniessen wir entspannt den Sonnenuntergang und lassen unsere Gedanken in die Ferne schweifen.

Anne beim Sonnenuntergang schauen

Schon nach rund 900 Kilometern in Bolivien bekommen wir bzw. unser Bus die schlechten Pisten deutlich zu spüren. Unser Dachgepäckträger ist einfach überfordert, die Stützen fangen an einzureissen und müssen geschweißt werden. Für eine halbe Stunde Arbeit bezahlen wir nur rund 50 Cent und wir können danach erstmal beruhigt weiter fahren.

DDachgepäckträger schweißen

Weitere Fotos von den Tagen befinden sich hier, sowie zwei kleine Videos unten dran.
 




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