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El Fuerte und Nationalpark Amboro20.09.2009 - SamaipataUnser nächstes Ziel ist Samaipata. Das kleine Dorf liegt idyllisch am sogenannten Ellenbogen der Anden und hat in den letzten Jahre viele Gringos in seinen Bann gezogen, die jetzt hier leben und sich mit den Touristen ihren Lebensunterhalt verdienen. So übernachten wir auf einem schönen Campingplatz, der von Holländern betrieben wird und speisen in einem Restaurant namens "Verrückte Kuh", wo wir von einem Leipziger bedient werden. Die Welt ist so klein ;-) ... Doch zuerst führt uns unser Weg zu der archäologischen Stätte El Fuerte (UNESCO-Weltkulturerbe), die in der Nähe auf einer Hügelkuppe liegt und noch aus der Zeit vor den Inkas stammt. Wahrscheinlich war es ein ehemaliger Kultplatz, der aber auch zusätzlich als Festung gedient haben könnte. Genaues weiß man nicht... (hier ein nicht ganz ernst gemeinter Erklärungsversuch von den Roadrunners - Video 11 MB)
Bei den Roadrunners (ein Tourbüro, das einem Deutschen und einem Österreicher gehört) buchen wir eine kleine Wanderung in den südlichen Teil des Nationalparks Amboro. Auf dem unteren Foto sieht man den Übergang zwischen zwei Vegetations- und Klimazonen (von der trockenen Steppe in den feuchten Nebelwald). Den Wechsel spüren wir sehr deutlich an der Temperatur- und Luftveränderung. ![]() Unser Führer heißt Maarten und ist ein sehr lustiger Holländer, der alleine mit dem Motorrad über 3 Jahre die Welt bereist hat. Dementsprechend haben wir natürlich viele Fragen und er erzählt uns so einige Anekdoten von seiner Weltreise, über die er übrigens auch ein Buch geschrieben hat. ![]() Im Nationalpark gibt es eine einzigartige Artenvielfalt. Leider bekommen wir außer diesem Ochsenschädel kein lebendes Tier zu Gesicht. Aber Maarten behauptet dieses Rind wurde von einem Jaguar getötet und man sieht die Bisspuren über dem Auge noch, also immerhin etwas... ![]() Berühmt ist dieser Teil des Parks für seine gewaltigen Baumfarne, die bis zu 10 Meter in den Himmel ragen. Diese Riesen sind auch sehr alt, da sie nur etwa 1 Meter in 50 Jahren wachsen. Ihren "Erfolg" haben sie einigen cleveren Überlebensstrategien zu verdanken, zum Beispiel ist ihre Rinde mit kleinen Stacheln gespickt, die sie vor den Tieren schützen. ![]() Maarten zeigt uns außerdem zahlreiche Pflanzen, die von den Einheimischen als Medizin- bzw. Heilpflanzen genutzt werden. Es gibt sogar eine, die Frauen helfen soll, auf natürliche Weise abzutreiben. Beim Überqueren dieses Hindernisses stelle ich mich nicht gerade tarzanmäßig an, wie man unschwer an meinem dreckigen Hosenboden erkennen kann. ![]() Zum Abschluss der Tour bringt Maarten uns noch in eine kleine verlassene Dorfschule, in der eine leicht gruselige Atmosphäre herrscht. Überall liegen noch Kinderbilder herum und wir verewigen uns an einer der noch vorhandenen Tafeln. ![]() Zurück auf dem Campingplatz wollen wir uns eine Dusche genehmigen, aber wie man sieht ist diese schon von einem kleinen grünen Frosch besetzt. Wir lassen ihn da sitzen und nehmen einfach die andere Dusche, schließlich war er zuerst da ;-) ... ![]() Weitere Fotos von den Tagen befinden sich hier, sowie ein kleines Video unten dran.
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