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Ruta del Che

22.09.2009 - Vallegrande, La Higuera, Rio Grande


Wir folgen der Empfehlung der Roadrunners und fahren von Samapaita aus eine landschaftlich reizvolle Strecke unserem nächsten Ziel Sucre entgegen. Neben der Landschaft hat diese Route auch noch einiges an Geschichte zu bieten, wir fahren die sogenannte Ruta del Che, auf den Spuren des legendären "Che" Guevara. In dieser Gegend versuchte der Revolutionär 1965-67 einen Volksaufstand zu organisieren, was er jedoch mit seinem Leben bezahlte.

Ruta del Che

In der Nähe des Ortes Vallegrande befand sich Ches letzter Gefechtsstand. Hier hin wurden im Oktober 1967 die Leichen von Che und einiger seiner Mitkämpfer gebracht und an geheimer Stelle vergraben. Man hat an diesem Ort zu Ehren der Guerillos eine tempelartige Gedenkstätte (mit vielen Fotos von Che) errichtet. Wir wußten bisher sehr wenig über diese Kultfigur und lauschen daher gebannt den Erklärungen des leider nur spanisch sprechenden Guides.

Grabstätte Che
 
Zu unserem Glück treffen wir zufällig das norwegische Radlerehepaar (4 Monate Bolivien mit Fahrrad - Respekt!) wieder, das wir schon aus Samaipata kennen. Deren Spanisch ist um einiges besser als unseres, so dass sie netterweise ein bißchen für uns übersetzen. Hier im Waschhaus eines Krankenhauses in Vallegrande wurde Ches Leiche aufgebahrt und zum letzten Mal der Öffentlichkeit präsentiert (ein Foto davon ging um die ganze Welt), danach galt sie bis 1997 als verschollen. In dem Jahr grub das Militär die Gebeine wieder aus und brachte sie nach Kuba, wo Che in einem von Fidel Castro gebauten Mausoleum seine letzte Ruhe fand.

Wassplatz Che

Die nächste Station unserer Reise in die Vergangenheit ist das kleine Dorf La Higuera. Hier wurde Che nach seiner Gefangennahme in einer Schule vom bolivianischem Militär erschossen. Das Gebäude kann man immer noch besichtigen, es ist heute ein kleines Museum, außerdem erinnert ein Monument an den legendären Revolutionär.

La Higera Gedenkstätte Che

Wir übernachten auf dieser Tour zum ersten Mal auf über 3000m Höhe, kommen den Anden also nun immer näher. Zähneputzen mit dieser Aussicht kann man nicht alle Tage...

Zähne putzen mit Aussicht

Nachdem wir einige Pässe überquert haben, wird die Landschaft trockener und steppenartig. Riesige Kakteen wachsen am Straßenrand und es ist tierisch heiß. 

Maik und Kaktus

Wir finden einen schönen Übernachtungsplatz in dem fast ausgetrocknetem Flußbett des sonst mächtigen Rio Grandes. Nur der sehr feine Flussand, der ständig herumfliegt, stört die Idylle ein wenig. Wir entdecken heute noch gelegentlich Sand im Auto von diesem Tag...

Übernachtung Rio Grande

Da es so heiß ist, beschließen wir ein Bad im Fluß zu nehmen. Der ist zwar total flach und die Strömung ist auch nicht ohne, aber erfrischend ist es allemal.

Anne baden Rio Grande

Da Maik Fische entdeckt hat, setzt er sich in den Kopf uns ein Abendbrot angeln zu wollen. Weil wir aber noch keine Angel dabei haben, muss ein Provisorum aus einem Alutischbein, einer 3m Wäscheleine, einer Sichheitsnadel und einem alten Brötchen herhalten. Muss ich noch erwähnen, das der Versuch fehlgeschlagen ist ;-)?

Maik angeln Rio Grande

Aber auch ohne eine Fischmahlzeit verbringen wir einen entspannten und gemütlichen Abend an unserem ersten Lagerfeuer und lassen so, einen wieder sehr erlebnisreichen Tag gebührend ausklingen.

Lagerfeuer Rio Grande

Weitere Fotos von den Tagen befinden sich hier, sowie ein kleines Video unten dran.
 




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