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Sucre24.09.2009 - SucreAuf unserem Weg nach Sucre wissen wir an manchen Weggabelungen nicht genau, wie es weitergeht. Die Beschilderung und Wegweiser in Bolivien sind sehr spärlich gesät und wenn vorhanden, dann oft nicht mehr zu entziffern. Zum Glück fahren wir mit GPS und digitalen Karten, das hat uns bisher das eine oder andere Umdrehen erspart.
An einer Baustelle müssen wir warten, bis die Straße wieder für den Verkehr geöffnet wird. Ein paar Kinder am Straßenrand wollen uns irgendwelche Nüsse verkaufen, aber als Maik seine Kamera zückt, vergessen sie ihre Arbeit und posieren tanzend neben unserem Auto. Auf dem Foto kann man deutlich den Staub erkennen, der auf bolivianischen Pisten Alltag ist. ![]() Sucre ist zwar noch die nominelle Hauptstadt Boliviens, aber außer dem obersten Gerichtshof sind alle Funktionen an La Paz verloren gegangen. Bei einem kleinen Stadtrundgang lassen wir die vielen gut erhaltenen kolonialen Bauten (v.a. Kirchen) auf uns wirken. Von den Torbögen des Klosters Recoleta hat man den besten Blick auf Sucre, den wir bei Kaffee und Kuchen auf einer schönen Terasse genießen. ![]() Immer wieder beeindrucken uns die Märkte in Bolivien. In Sucre gibt es eine große, mehrstöckige Markthalle, die wir gerade um die Mittagszeit besucht haben. Ihre Siesta ist den Südamerikanern nun mal sehr wichtig, egal wo sie sich befinden - übrigens Fleich haben wir hier nicht gekauft... ;-) ![]() Am Stadtrand von Sucre wurden 1994 in der dortigen staatlichen Zementgrube zufällig uralte Dinosaurierspuren gefunden. Beim Anblick des Eingangstores und den anderen Betondinos auf der Anlage fühlen wir uns sofort an den Dinosaurierpark Kleinwelka (bei Bautzen) erinnert. ![]() Aber wie kamen die Dinosaurierspuren an eine senkrechte Kalkwand? Vor rund 70 Millionen Jahren gab es an dieser Stelle einen See, an dessen Ufer die Dinos auf Nahrungssuche gingen und dabei ihre Spuren im Sand hinterliessen. Darüber lagerten sich marine Sedimentschichten ab und vor 60 Millionen Jahren falteten sich die Anden endgültig auf und kippten den ehemaligen Seeboden in die Senkrechte.Und so laufen die Dinos heute entgegen dem Schwerkraftgesetz schräg nach oben. ![]() Insgesamt hat man mehr als 5000 Fußabrücke von über 300 verschiedenen Dinosauriern entdeckt, die längste Spurenkette ist dabei über 350m lang - ein paläontologischer Spurenpark der Superlative! Leider kann man die Abdrücke nur noch aus der Ferne sehen und so verliert das Ganze doch ein wenig seine Wirkung. ![]() Damit unsere Familien Maik auch beim nächsten Skypen noch erkennen, entschließt er sich mal wieder zu rasieren. Die verschiedenen Stadien dieses Rasurprozesses hat er in Bildern festgehalten. Lasst euch überraschen, mit welcher Bartvariante er zurück nach Deutschland kommt... ![]() Weitere Fotos von den Tagen befinden sich hier.
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