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Tupiza30.09.2009 - TupizaAls nächstes steht der Altiplano mit seinen Lagunen auf unserem "Tourprogramm". Von Potosi ist zwar Uyuni der naheliegendste und am häufigsten genutzte Ausgangspunkt, aber wir entscheiden uns für die abenteuerlichere Variante und fahren erstmal weiter in den Süden, um von da unsere Altiplanorunde zu beginnen. Unser Zielort ist Tupiza, ein kleines Minenstädtchen, etwa 100km von der argentinischen Grenze entfernt. Auf dem staubtrockenen Weg nach Tupiza sehen wir immer wieder Bauern, die noch auf alte, traditionelle Weise ihre Felder bestellen. Das heißt, sie pflügen mit Ochsen und benutzen bei uns schon lange nicht mehr gebräuchliche Arbeitsmittel. Die ganze Familie beteiligt sich so gut sie kann an der schweren Feldarbeit. Die Männer beackern die Erde mit dem Pflug und Hacken, während die Frauen die größeren Erdbrocken mit den Händen zerkleinern. Auch in Peru haben wir so gut wie keine Traktoren gesehen. In den ländlichen Regionen Boliviens und Perus scheint die Zeit einfach stehen geblieben zu sein....
Tupiza ist vorallem durch das Gangsterduo Butch Cassidy und Sundance Kid bekannt, die hier in der Nähe 1908 spektakulär einen Geldtransport überfielen und dabei ihr Leben liesen. Die Umgebung Tupizas hat auch einiges zu bieten, eine erstaunliche Landschaft aus größtenteils rötlich schimmernden Felsen, Bergen und Schluchten. So gönnen wir uns noch einen Tag Pause und erkunden mit dem Auto die nahen Sehenswürdigkeiten. Eine davon ist diese Felsnadel, die am Ufer eines Flußes steil emporragt. Wenn ihr mich auf dem Foto findet, habt ihr einen guten Größenvergleich ;-) ... ![]() Auf der Rückfahrt entdecken wir diese Felsspalte, durch die unser Bus gerade so passt. Es stellt sich heraus, dass dies der Eingang zu einer beeindruckenden Schlucht ist, in die wir erstmal so weit wie möglich hineinfahren. ![]() Als wir mit unserem Gefährt in dem ausgetrocknete Flußbett nicht mehr weiterkommen, gehen wir zu Fuß weiter. Was wir dann zu sehen bekommen, haben wir in dieser Schönheit nicht erwartet. Um uns herum türmen sich viele Meter hohe rot leuchtende Felswände und durch die Naturgewalten sind kuriose Sandsteinformationen entstanden. ![]() Leider können wir nicht allzu tief in den Canyon eindringen, da es schon später Nachmittag ist und wir noch einen Großeinkauf in Tupiza vor uns haben. Denn schließlich wollen wir am nächsten Tag endlich in die Einsamkeit des Altiplanos aufbrechen und auf dieser Strecke sollte der Kühlschrank gut gefüllt sein. ![]() Weitere Fotos vom Tag in Tupiza befinden sich hier.
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